Stimmts - oder - Stimmts net?

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Gute Vorsätze und ihre Umsetzung

AllgemeinesPosted by Anna Lichtenstein Tue, January 05, 2016 13:52:32

Gute Vorsätze und ihre Umsetzung

Ein neues Jahr ist angebrochen. Die Zeit zwischen den Jahren ist eine gute Gelegenheit, ein Resümee zu ziehen und mit neuer Energie ins neue Jahr zu starten. Was ist uns gut gelungen im letzten Jahr und welche Ziele haben wir vielleicht noch nicht erreicht? Der Jahresbeginn versorgt einen im besten Falle mit neuer Motivation, um seine Ziele wieder mehr in Angriff zu nehmen. Doch meist stellen wir fest, dass uns schon nach einigen Wochen der Alltag wieder einholt und wir unsere Vorhaben schleifen lassen.

Woran liegt das?

Ein Grund sind überhöhte Vorstellungen. „In zwei Monaten bin ich zehn Kilo leichter!“. Dieses Ziel ist nicht zu erreichen und sorgt nur für Frustration, wenn nach zwei Wochen immer noch nichts auf der Waage passiert ist. Viel effektiver als kurzfristige Mammutprojekte, ist ein kontinuierliches Verfolgen realistischer Vorhaben. Sei das nun endlich abzunehmen, der Wunsch, gelassener durchs Leben zu gehen oder der Entschluss endlich das Stimmtraining durchzuziehen ;-) Um es mit den Worten eines meiner bekannten Kollegen zu sagen: „Wiederholung ist die Mutter allen Lernens“. Eine Verbesserung, egal in welchem Bereich, hat also immer etwas mit neu „Erlernen“ zu tun. Doch etwas in seinen Alltag zu integrieren, erfordert meist Disziplin und – wie bereits erwähnt – immer fortwährende Wiederholungen.

Kleine Zwischenziele, die wir feiern und für welche wir uns selbst belohnen, sind sehr sinnvoll, um unsere Motivation aufrecht zu erhalten. Wer schon einmal ein Instrument gelernt hat, weiß, dass man nicht von heute auf morgen zum Profi wird. Es ist ein langwieriger Prozess und sehr oft erscheint es einem so, als ob man auf einem Plateau festhängt und nicht weiter kommt. Man sieht immer nur nach oben zu den „Stars“, den großen Künstlern und verliert manchmal die Hoffnung, auch einmal selbst so gut sein zu können. Das stundenlange tägliche Üben wird auch dem leidenschaftlichsten Musiker irgendwann mal frustrieren. Meine Gesangsprofessorin sagte einmal zu mir: “Beim Lernen und Üben müssen wir es halten, wie die Bergsteiger. Sie wissen zwar, dass sie letztendlich den Gipfel stürmen wollen, aber sie feiern jedes Zwischenziel, wie ein Fest. Für den Moment ist jede noch so kleine neu erklommene Hütte das höchste Ziel und so erklimmen sie in vielen kleinen Schritten letztendlich den Berg.“

Feiern Sie sich also öfter mal selbst, auch wenn es nach außen hin vielleicht übertrieben erscheint. Wichtig ist, dass Sie sich selbst für ihre Ausdauer und Disziplin ab und zu selbst belohnen und sich auf die Schulter klopfen, dass Sie noch am Ball sind.

Seitdem ich selbstständig bin, habe ich oft das Problem, dass viele neue und verschiedene Dinge auf mich einströmen und ich sehr oft für mich entscheiden muss - will ich das machen oder nicht? In einem Ein-Mann-Betrieb bleibt jede noch so kleine Arbeit an einem selbst hängen und man muss lernen, seine Energie bestmöglich zu verteilen. So muss ich immer wieder abwägen, was ich wirklich will und welcher Auftrag mich meinem Ziel näher bringt.

Ein Tipp, der mir selbst oft wieder hilft, meine Vorhaben im wahrsten Sinne des Wortes im Blick zu behalten, ist, sich seine Ziele zu visualisieren. Immer, wenn ich mich im Laufe der Zeit mal verzettle und das Gefühl habe, zu viel Energie mit Kleinigkeiten zu verlieren, schaue ich mir meine wirklichen Zielen an und kann meinen Blick für das Wesentliche richten. Schon allein sich hinzusetzen und einmal die wichtigsten fünf Punkte für das kommende Jahr aufzuschreiben und – ganz wichtig – im Laufe des Jahres immer wieder vorzuhalten, sorgt dafür, am Ball zu bleiben.

Ich wünsche Ihnen ein gesundes und vor allem erfolgreiches Jahr 2016 mit viel Motivation und Durchhaltevermögen für alle großen und kleinen Vorhaben.



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